- Die CME stellt unbefristete Kryptowährungs-Futures-Kontrakte in Frage.
- Die CFTC sieht sich einer Klage wegen Swap- und Futures-Ratings gegenüber.
- Der Markt beobachtet die regulatorischen Auswirkungen auf Kryptowährungen in den USA.
Der Streit zwischen der CME Group und der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat im Kryptowährungsmarkt an Bedeutung gewonnen, nachdem die weltgrößte Derivatebörse Klage gegen die Aufsichtsbehörde eingereicht hat. Im Mittelpunkt des Falls steht die kürzlich erfolgte Zulassung von unbefristeten Futures-Kontrakten für Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten.
Laut einer Analyse der Investmentbank TD Cowen verfügt die CME über starke juristische Argumente, um die Entscheidung der Aufsichtsbehörde anzufechten. Die Einschätzung wurde von Jaret Seiberg, Geschäftsführer der Washingtoner Forschungsgruppe des Instituts, vorgestellt.
Die Klage wurde eingereicht, nachdem die CFTC unbefristete, an Kryptowährungen gekoppelte Produkte für Unternehmen wie Kalshi und Coinbase genehmigt hatte. Die CME argumentiert, dass US-amerikanisches Recht für Futures-Kontrakte ein festgelegtes Abrechnungs- oder Lieferdatum vorschreibt. Da unbefristete Kontrakte kein Verfallsdatum haben, argumentiert das Unternehmen, dass diese Produkte als Swaps einzustufen seien.
„Wir glauben, dass CME in diesem Verfahren die Oberhand hat“, erklärte Jaret Seiberg, Geschäftsführer der Washington Research Group von TD Cowen, in einer Stellungnahme. „Wir gehen davon aus, dass CME eine einstweilige Verfügung beantragen wird, um die Beklagten während des laufenden Verfahrens am weiteren Vorgehen zu hindern.“
Die Diskussion könnte darüber entscheiden, wie Perpetual Futures im US-amerikanischen Regulierungsrahmen behandelt werden. Experten zufolge hat der Unterschied zwischen Swaps und Futures-Kontrakten direkte Auswirkungen auf regulatorische Anforderungen, Besteuerung und Margin-Anforderungen.
Seiberg merkte an, dass Teilnehmer am Swap-Markt spezifischen Registrierungspflichten und umfangreicheren Margin-Regeln unterliegen. Futures-Kontrakte hingegen unterliegen in der Regel anderen Anforderungen und können steuerlich gesondert behandelt werden.
Ein weiterer von TD Cowen hervorgehobener Punkt betrifft das Vorgehen der CFTC bei der Zulassung der Produkte. Der Analyst erklärte, die Behörde habe unbefristete Verträge zuvor als Swaps behandelt und sogar 2025 öffentliche Stellungnahmen zu diesem Thema angefordert. Trotzdem erfolgte die Zulassung von Kalshis unbefristeten Bitcoin-Futures schnell und ohne die Schaffung spezifischer Regulierungen.
Die CME fordert das Gericht auf, die von der CFTC erteilte Genehmigung aufzuheben und festzustellen, dass ähnliche Verträge als Swaps einzustufen sind.
Die Reaktion der Behörde erfolgte umgehend. Ein Sprecher der CFTC erklärte: „Anstatt im Markt zu konkurrieren, hat die CME beschlossen, einen Rechtsstreit gegen die Behörde und die innovationsfreundliche Agenda der Trump-Regierung zu führen.“ Er fügte hinzu, man werde die Vorwürfe prüfen und die Klage, die man als „unbegründet“ bezeichnete, zurückweisen.
Kalshi wies die Vorwürfe der CME zurück. Ein Unternehmenssprecher erklärte: „Es geht nicht um das Gesetz, sondern um die Angst vor Wettbewerb.“
Während das Gerichtsverfahren läuft, haben die CFTC und die Securities and Exchange Commission eine öffentliche Konsultation zur Überprüfung der Derivatevorschriften eingeleitet. Die Debatte umfasst Definitionen von Swaps, Anleiheverträgen und die Klassifizierung neuerer Produkte wie Ereignisverträge und unbefristete Kryptowährungs-Futures.












