- Sam Bankman-Fried bittet den Präsidenten der USA um Begnadigung.
- Der Gründer von FTX ficht die Verurteilung wegen Betrugs an.
- Der FTX-Fall ist nach wie vor relevant für den Kryptowährungsmarkt.
FTX-Mitbegründer Sam Bankman-Fried hat mehr als zwei Jahre nach seiner Verurteilung wegen Verbrechen im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Kryptowährungsbörse offiziell ein Begnadigungsgesuch an den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump gerichtet.
Aus den beim Begnadigungsbüro des US-Justizministeriums eingereichten Dokumenten geht hervor, dass der ehemalige Manager einen Antrag auf Begnadigung nach Verbüßung seiner Haftstrafe gestellt hat. Dieser Schritt ist ein weiterer Bestandteil von Bankman-Frieds Strategie, die Folgen seiner Verurteilung aufzuheben oder abzumildern.
Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Trump während seiner zweiten Amtszeit häufig von seinem verfassungsmäßigen Begnadigungsrecht Gebrauch gemacht hat. In den letzten Monaten erhielten mehrere wegen Finanz- und Wirtschaftskriminalität Verurteilte durch präsidiale Entscheidungen eine Form der gerichtlichen Begnadigung.
Bankman-Fried verbüßt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe, die im März 2024 verhängt wurde. Die Strafe resultierte aus seiner Verurteilung wegen Betrugs und Verschwörung im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022, einem Ereignis, das Milliardenverluste für Kunden und Investoren verursachte und einen der folgenreichsten Momente in der Geschichte des Kryptowährungsmarktes markierte.
In einem kürzlich aus dem Gefängnis geführten Interview mit FOX Business äußerte der Gründer von FTX Hoffnung hinsichtlich seines Gnadengesuchs. Seinen Angaben zufolge bestehe „durchaus“ die Erwartung, eine Begnadigung durch den Präsidenten zu erhalten. Er vermied es jedoch, sich zu möglichen Lobbybemühungen von Familienmitgliedern oder politischen Verbündeten zu äußern.
Im Gespräch bekräftigte Bankman-Fried, dass er das Verfahren, das zu seiner Verurteilung führte, für unfair hält. Der ehemalige Milliardär argumentierte, dass viele Gläubiger von FTX dank der Erholung der Kryptowährungsmärkte seit dem Zusammenbruch des Unternehmens weitgehend entschädigt worden seien.
Neben der Verteidigung seiner Position in dem Fall äußerte er sich zu Chancen, die er seiner Meinung nach während seiner Haftzeit verpasst hat. Er hob unter anderem das rasante Wachstum des Sektors der künstlichen Intelligenz hervor, ein Thema, das in den letzten Jahren erhebliche Investitionen angezogen hat.
Der ehemalige CEO lobte auch die von Elon Musk geführten Unternehmen und hob insbesondere SpaceX als Unternehmen mit starkem langfristigem Wachstumspotenzial und der Fähigkeit hervor, seine Projekte zuverlässig umzusetzen. Während er auf eine Entscheidung über seinen Begnadigungsantrag wartet, bleibt Bankman-Fried in Haft und versucht weiterhin, seine öffentliche Darstellung des Falls, der zum Untergang von FTX führte, zu rekonstruieren.













