- Kalshi blockiert staatliche Anordnung zu Sportverträgen.
- Konflikt zwischen Bundesrecht und Landesspielen
- Die CFTC steht im Zentrum des Regulierungsstreits.
Ein US-Bundesrichter hat Kalshi eine einstweilige Verfügung gegen eine Anordnung des Bundesstaates Tennessee erteilt, die die Einstellung des Angebots von Sportwetten-Vorhersageverträgen in dem Bundesstaat zum Ziel hatte. Die Entscheidung verhindert vorläufig die Vollstreckung der Unterlassungsverfügung, während das Gericht prüft, ob die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beaufsichtigte Plattform durch die Glücksspielgesetze des Bundesstaates geschützt ist.
A gerichtliche Maßnahme Die Tennessee Sports Betting Board und der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates haben die Maßnahmen der Aufsichtsbehörden vorläufig ausgesetzt. Sie hatten Kalshi sowie Polymarket und Crypto.com angewiesen, das Angebot dieser Verträge an Einwohner von Tennessee einzustellen, offene Positionen zu stornieren und Einlagen bis zum 31. Januar zurückzuerstatten. In der ursprünglichen Warnung wurden zudem mögliche Geldstrafen von bis zu 25.000 US-Dollar pro Verstoß und die Weiterleitung an die Strafverfolgungsbehörden im Falle der Nichtbeachtung erwähnt.
Im Kern des Streits steht Kalshis Behauptung, es handle sich um einen Zuständigkeitskonflikt zwischen dem Glücksspielrecht des Bundesstaates Tennessee und der Bundesgesetzgebung zur Regulierung der Rohstoffmärkte. In ihrer Klage vor dem Bundesgericht argumentierte das Unternehmen, die Initiative Tennessees greife in die „ausschließliche Zuständigkeit“ der CFTC für den Derivatehandel an bestimmten Börsen ein, wie sie im Commodity Exchange Act vorgesehen ist.
Das Unternehmen argumentierte zudem, dass die drohende Strafverfolgung durch die Bundesstaaten sowohl durch Zuständigkeitsfragen als auch durch direkte Konflikte mit dem bundesstaatlichen Regulierungsrahmen untergraben werde. Laut Kalshi fallen seine Sportveranstaltungsverträge unter die Kategorie der regulierten Derivate und nicht unter die Kategorie der traditionellen Sportwetten, die einer staatlichen Lizenzierung unterliegen.
Der Streit in Tennessee reiht sich in eine Reihe von Herausforderungen ein, mit denen das Unternehmen in anderen Bundesstaaten konfrontiert ist. Schon vor dieser Anordnung hatten die Behörden in mindestens neun Staaten – darunter Arizona, Illinois, Maryland, Michigan, Montana, Nevada, New Jersey, New York und Ohio – hatten Kalshi bereits ähnliche Mitteilungen zukommen lassen. Auch Connecticut erließ Unterlassungsverfügungen gegen Kalshi, Robinhood und Crypto.com wegen angeblicher „illegaler Sportwetten“, obwohl Kalshi in diesem Bundesstaat eine einstweilige Verfügung erwirkt hatte.
Diese Auseinandersetzungen verdeutlichen einen landesweiten Streit über die rechtliche Einordnung von Sportwettenverträgen. In einigen Fällen haben Gerichte die Auffassung vertreten, dass die Aufsicht der CFTC Vorrang hat. In anderen Fällen, wie beispielsweise in Nevada, haben jüngste Urteile gezeigt, dass Kalshi die Glücksspielbestimmungen des jeweiligen Bundesstaates einhalten muss, womit das Argument der Bundesverdrängung zurückgewiesen wurde.
Die vorläufige Entscheidung in Tennessee fügt dieser regulatorischen Debatte ein weiteres Kapitel hinzu und hält die Verträge in Kraft, während die Justiz prüft, ob die Bundesgesetzgebung für Rohstoffe die auf Prognosemärkte angewandten staatlichen Beschränkungen außer Kraft setzt.














