- JPMorgan verweist auf Kapitalflucht aus Bitcoin-ETFs.
- Gold- und Bitcoin-ETFs verlieren in den USA an Dynamik.
- Bitcoin und Gold geben nach geopolitischer Entspannung nach.
JPMorgan erklärte, der jüngste Kapitalabfluss aus Bitcoin- und Gold-ETFs deute auf eine Schwächung des sogenannten „Entwertungshandels“ hin, einer Strategie, die von Anlegern in Zeiten wirtschaftlicher Spannungen und geopolitischer Instabilität angewendet wird.
Laut Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou deuten die in den letzten zwei Wochen verzeichneten negativen Kapitalflüsse auf einen breiteren Rückgang der Nachfrage nach Vermögenswerten hin, die als Absicherung gegen Inflation, Abwertung von Fiatwährungen und globale Risiken gelten.
Die Bank hob hervor, dass Bitcoin-ETFs stärkere Abflüsse verzeichneten als goldgebundene Fonds. Strategen zufolge stellt diese Entwicklung keine Kapitalwanderung zwischen den beiden Anlageklassen dar, sondern vielmehr eine allgemeine Reduzierung des Anlegerrisikos.
Die mögliche Verbesserung der Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten scheint einer der Faktoren zu sein, die dazu beigetragen haben, die Nachfrage nach defensiven Operationen zu verringern. Der Bericht deutet darauf hin, dass der Markt begonnen hat, ein weniger angespanntes geopolitisches Umfeld einzupreisen.
Neben ETFs beobachtete JPMorgan auch einen Rückgang der Positionen institutioneller Anleger an den Bitcoin- und Gold-Futures-Märkten. Die Bank erklärte, der Rückgang sei bei Bitcoin stärker ausgefallen, da die Kryptowährung seit Beginn des Konflikts mit dem Iran zu einer der Hauptwetten im Zusammenhang mit „Abwertungsgeschäften“ geworden sei.
Analysten stellten zudem einen Rückgang der Dynamik bei Strategien fest, die von CTAs und quantitativen Fonds häufig genutzt werden. Laut Bericht hat sich der Anstieg der Positionen dieser Investoren in den letzten Wochen sowohl bei Gold als auch bei Bitcoin verlangsamt.
„Die Positionierung dieser Investoren hat in den letzten ein bis zwei Wochen an Dynamik verloren“, sagten Analysten von JPMorgan in Bezug auf die Abschwächung der defensiven Operationen an den globalen Märkten.
Bis Anfang dieses Monats hatte Bitcoin Gold übertroffen, angetrieben durch stetige Zuflüsse in Spot-ETFs der Kryptowährung in den USA. Gold-ETFs hingegen versuchten weiterhin, die zuvor verzeichneten Verluste wieder wettzumachen.
Angesichts der jüngsten Stimmungsänderung am Markt verzeichneten Bitcoin-ETFs erhebliche Kapitalabflüsse. Der IBIT-ETF von BlackRock verzeichnete innerhalb eines Tages einen Nettoabfluss von 527,8 Millionen US-Dollar – die zweithöchste tägliche Rücknahme seit Auflage des Fonds.
Insgesamt verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs in den Vereinigten Staaten am Mittwoch einen Nettoabfluss von 733,4 Millionen US-Dollar, das größte tägliche Abhebungsvolumen seit dem 29. Januar.












